LOSUNG DES TAGES

Mit Gott wollen wir Taten tun.

Psalm 60,14

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„... „Wenn aus Schweigen Reden wird, wenn aus Missverständnis Verstehen wird, wenn aus Lähmung Bewegung wird, wenn aus Angst Mut wird, wenn aus Zweifel Glaube wird, wenn aus Einsamkeit Gemeinschaft wird,...., wenn wir versuchen, den Undenkbaren zu denken, wenn wir versuchen, den Unergründbaren zu ergründen, wenn wir versuchen, das Unmögliche möglich zu machen, und es uns gelingt, dann weht der Heilige Geist. ..." 

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  Brief von Pfrin. Kathrin Fuchs
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Gedanken zur Jahreslosung (1. Mose 16,13)

 


Die Jahreslosung handelt von einem Gott, der uns sieht. Eine Gottheit, die mitten ins Herz blickt.
Im 1. Buch Mose wird die Geschichte von Hagar erzählt. Eine dramatische Geschichte von Missbrauch und Flucht, aber auch von Selbstermächtigung und Zuversicht. Als Magd bzw. Sklavin lebt Hagar bei Abraham und Sarah. Weil Sarah keine eigenen Kinder bekommen kann, wird Hagar zur Leihmutterschaft gezwungen. Sie wird von Sarah und Abraham nicht als Mensch wahrgenommen wird, sondern als Objekt und Mittel zum Zweck. Diese Demütigung verletzt Hagar sehr und sie entscheidet sich zu fliehen. In der Einsamkeit der Wüste, erscheint ihr „ein Engel des Herrn“ und spricht sie an. In ihm erkennt Hagar das Wirken Gottes. Sie spürt, dass Gott sie sieht. „Und sie nannte den Namen des HERRN, der mit ihr redete: Du bist ein Gott, der mich sieht.“ (1. Mose 16,13) Gott sieht Hagar als eigenständiges Wesen und schenkt ihr Zuwendung. Gottes Blick verändert sie.  


Gott sieht Hagar. Und Gott sieht Dich.
Gott sieht Dich in Deinen glänzenden Momenten und Deinem Leid.
Gott sieht Dich und Deine Sorgen.
Gott sieht Dich und Dein Strahlen, wenn Du Dich freust.
Gott spürt Deinen Schmerz und Deine Trauer, wenn Du jemanden vermisst.
Unser Gott ist ein Gott, der uns sieht.
Die Ewige, ist eine, die jedem Menschen Würde gibt.

Hagar bringt das Kind auf die Welt und nennt es Ismael, das heißt: Gott hört. Und sie kehrt sogar zu Sarah und Abraham zurück. Was ihr widerfahren ist, kann nicht ungeschehen gemacht werden. Die Wirklichkeit ihres Lebens kann nicht geglättet werden. Die Spannung zwischen der Erfahrung von Gottes Liebe und der manchmal harten Realität muss ausgehalten werden. Was bleibt ist die Klage und ebenso Freude vor Gott zu bringen.
Susanne Brandt hat Hagars Geschichte für das Lied „Du bist ein Gott, der mich anschaut (Hagars Lied)“ von Miriam Buthmann in diese schönen Worte gekleidet:  


Du bist ein Gott, der mich anschaut.
Du bist die Liebe, die Würde gibt.
Du bist ein Gott, der mich achtet.
Du bist die Mutter, die liebt.
Dein Engel ruft mich da, wo ich bin:
„Wo kommst du her und wo willst du hin?“


Geflohen aus Not in die Einsamkeit, durchkreuzt sein Wort meine Wüstenzeit.
Zärtlicher Klang: „Du bist nicht allein!“
Hoffnung keimt auf und Leben wird sein.
„Gott hört“ – so beginnt meine Zuversicht.
Die Sorge bleibt, doch bedroht mich nicht.
Schauender Gott, wo findest du mich?
Hörender Gott, wie höre ich dich?
Durch all meine Fragen gehst du mir nach
und hältst behutsam die Sehnsucht wach.

Text: Susanne Brandt (2016), Melodie: Susanne Brandt (2016)
freiTöne, Liederbuch zum Reformationssommer 2017

Ich wünsche Ihnen und Euch für das neue Jahr alles Gute und Gottes Segen!

Pfarrerin Elisa Schneider

Bildnachweis: medio.tv/Striepecke